Knöpfe kennt jeder. Es gibt sie in vielfältigen Farben und Formen.
Knopf ist aber nicht gleich Knopf und es gibt sie schon seit der Antike! Dieser war aber ein reiner Ziergegenstand. Es gab ihn ohne Schlaufe oder Knopfloch.
Der Knopf, so wie wir ihn heute in etwa kennen, entstand im 13. Jahrhundert in Deutschland. Mit entsprechenden Knopflöchern verbreitete er ich bis ins 14. Jahrhundert äußerst schnell in Europa.
Er ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich im Anschluss die Mode mehr zum enganliegenden entwickelte.
Welche Arten von Knöpfen gibt es eigentlich?
Und wofür werden sie hauptsächlich verwendet?
Dies möchte ich heute mal etwas genauer betrachten.
- Der Lochknopf: Er ist scheibenförmig und ist mit zwei bzw. vier Löchern versehen. Überwiegend kommt er bei Hemden und Blusen um Einsatz, aber auch bei dickeren Stoffen, wie etwa bei Mänteln und Jacken.
- Der Zwirnknopf: Sie werden mit Baumwoll- oder Leinengarn sternenförmig um einen Metallring an den Stoff flach befestigt. Sie werden überwiegend bei Wäsche verwendet und es gibt sie schon seit dem 18. Jahrhundert.
- Der Ösenknopf: Seit dem Hochmittelalter ist der Ösenknopf gebräuchlich. An seiner Unterseite befindet sich eine Öse. Die Oberseite kann scheibenförmig, kuppelförmig, kugelförmig oder flach sein. Es gibt auch Ösenknöpfe, welche bezogen werden. Am bekanntesten sind Uniformknöpfe.
- Knebel: Sie sind eine längliche Sonderform des Knopfes und vermutlich der älteste Vorläufer der heutigen Form. Sie können mit Löchern und Ösen versehen sein und werden meist mit Schlaufen statt mit Knopflöchern kombiniert. Knebel findet man meist an Mäntel und Trachtenmode Verwendung.
- Der Posamentenknopf: Posamentenknöpfe werden meist aus Seide oder Kunstseide hergestellt. Sie gleichen Quasten und Kordeln. Ein solcher Knopf kann die Form eines Ösenknopfes annehmen oder auch die einen flächigen Ornaments das en einer Stelle einen Knauf bildet. Das Gegenstück ist symmetrisch und bildet eine Schlaufe.
- Der Drucknopf: Dies ist ein Verschlussmittel aus zwei kleinen, runden Teilen, von denen eines mit einer Vertiefung, das andere mit einem passenden Kopf versehen ist. Sie werden auf gegenüberliegenden Seiten des Stoffs festgenäht oder -genietet und zum Schließen ineinandergedrückt.
- Die Durchsteckknöpfe: Kugelknöpfe und Frackknöpfe gibt es hier zu erwähnen. Frackköpfe weden eigentlich nur noch bei echten Frackhemden verwendet. Sie werden ausschließlich nur bei Hemden mit zwei Knopfreihen verwendet und sie werden, wie auch Manschettenköpfe auch, separat zum Hemd gekauft. Kleidungsstücke, wie Kochjacken, haben traditionell ein oder zwei Paare Leisten schlitzförmiger Knopflöcher, die mit Kugelknöpfen aus Kunststoff verschlossen werden.
Ich hoffe, dass euch der Einblick in die Welt der Knöpfe gefallen hat.
Eure Kerstin








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